1000-jähriges Dorfjubiläum in 2022


Beginnende Recherche,

im Hinblick auf die erste Erwähnung des Ortes Krümmel im Jahre 1022 in einer Beurkundung von Kaiser Heinrich II, und dem damit anstehenden Jubiläum, möchte die Gemeinde eine Chronik erstellen lassen.

Hierzu konnte man einen Chronikschreiber aus unserer Region gewinnen, der nun auch auf die Unterstützung unserer derzeitigen und ehemaligen Mitbürger sowie Freunde von Krümmel angewiesen ist, die evtl. einen Beitrag aus jüngerer Vergangenheit dazu leisten können.
(alte Fotos, Zeitungsberichte, Geschichten oder Sonstiges )

Bitte wendet euch hierzu gerne an mich oder auch gerne an jedes Mitglied des Ortsgemeinderates.

Ortsbürgermeister: Burkhard Kuhn; Tel.: 02626-141523
E-Mail: gemeinde-kruemmel@ktkmail.de

An dieser Stelle möchten wir uns besonders bei unserer Mitbürgerin Frau Gudrun Zachrau bedanken, die bereits in 2010/11 eine sehr umfangreiche Rechereche zum Schreiben einer Chronik zusammen getragen hatte, die das Erstellen der Chronik sehr erleichtert.

Woher hat Krümmel seinen Namen?
Hierzu eine nette Anekdote, veröffentlicht im Westerwälder Schauinsland vom Dierdorfer Lehrer Otto Runkel 1924, zusammen mit einem Kartenausschnitt vom früheren Herzogtum Nassau.

Kartenausschnitt-Herzogtum-Nassau-1819

Aus dem Westerwälder Schauinsland, einer Publikation des Westerwald-Vereins, Jahrgang 1924:

Woher Krümmel seinen Namen hat?

Hart an der Grenze des Nassauer Landes, nicht weit von Selters, liegt an der Straße ins Preußische der kleine Ort „Krümmel“. Ein seltsamer Name.

Die Westerwälder Chronisten haben sich vergebens den Kopf darüber zerbrochen, wie das Dörfchen zu diesem Namen komme.

Die Sage hat sich mit der Sage beschäftigt. Es war zu der Zeit, da der liebe Gott die Erde machte und auch auf dem Westerwald Dörfer und Flecken und Weiler verstreute. Die hatte er in einem großen Tuche und während er über die Höhen und Täler dahinflog, setzte er hier und da eines hin. Eben hatte er Selters ins Sayntal gelegt und war im Begriff, Sessenhausen auf die Höhe zu setzten, da rutschte ihm ein Zipfel aus und ein paar Häuser fielen zu Boden. Er ließ sie liegen und so entstand Krümmel.

Eine treffende Erklärung des Namens gab auch der bisherige Hüter und Pfleger der Provinzialstraße, die hinabführte ins Rheinland, der Straßenwärter Louis Hoffmann aus Brückrachdorf. Er war unter dem Namen „Chausseelui“ eine weit und breit bekannte Persönlichkeit (Mitglied des Westerwaldvereins), die mit dem 1. April dieses Jahres in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist.

Als ihn einst ein Wanderer fragte: „Wissen Sie nicht, warum das Dorf dort ‚Krümmel‘ heißt?“ entgegnete er:

„O ja, datt weiß ich ganz genau: Wär et größer, dann hieß et ‚Brocken‘, su heißt et nur ‚Krümmel‘.“

Otto Runkel, Dierdorf

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